Video Innovationen von Snapchat und Instagram

Snapchat hat schon immer einiges anders gemacht und oftmals richtig. Jetzt hat der Messaging Service eine eigene smarte Brille vorgestellt: Spectacles. Ganz anders als Google Glass oder ähnliche Smart Devices hat diese einen minimalistischen Ansatz. Spectacles nimmt 10 Sekunden Videos auf und kann sich mit einem Smartphone verbinden um Videos auch zu bearbeiten: The marketer’s guide to Snap’s latest venture: Spectacles.

Die zweite Innovation kommt von Instagram, was ähnlich für das allgemeine Verständnis bizarres erwarten lässt. Nachdem der Photo Sharing Service schon vor längerem um Microvideo erweitert wurde kommt nun eine Live Video Funktion hinzu, vorerst für Nutzer in den USA. Beide Services stellen die Videos übrigens in die Livestreams der Nutzer ein: Instagram Just Rolled Out Its Live Video Feature to All U.S. Users.

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Snapchat und Video?

Über die Bemühungen von Snapchat ein passendes Format für Bewegtbildinhalte zu finden wurde an dieser Stelle kürzlich erst berichtet, über weniger erfolgreiche und neue Ansätze für Video Content. Einige aktuelle Artikel geben Anlass das Thema gleich nochmal aufzugreifen.

Das ursprünglich als Messaging Service konzipierte Snapchat hat rund 400 Millionen Nutzer weltweit. Der Service wächst auch in Deutschland rasant. Im zweiten Quartal 2015, heisst es, gehörte Deutschland zu den 10 Ländern mit der höchsten Nutzerzahl und zu den 5 Ländern mit dem schnellsten Wachstum. Im Vergleich mit anderen Social Networks wächst Snapchat schneller als Facebook und sogar Instagram.

Und was hat das mit Video zu tun? Hierzu heisst es bei Videolix, die Nutzung geht „durch die Decke“. Die Zahl liegt bei täglich 6 Milliarden Videoaufrufen und damit reicht Snapchat an Facebook heran. Unter Betrachtung des Wachstums wird nicht nur von Konkurrenz sondern sogar Überlegenheit gesprochen.

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Podcasting Boom und Video Blogging

Über Podcasting wurde an dieser Stelle bislang wenig berichtet, sind Podcasts doch erstrangig durch Audio und Musik Downloads bekannt. Doch tatsächlich können mittels Podcast Feeds (mit Multimedia angereicherte Newsfeeds) auch Video Serien abonniert werden (HIer eine Begriffsklärung zum Podcasting bei Wikipedia). Genau genommen sind Video Sharing Seiten wie YouTube aus sogenannten Vlogs hervorgegangen, mit Multimedia angereicherte Blogs. Die Technik hat sich weiter entwickelt, doch der Vorgang der Following Funktionen entspricht im Grunde genommen dem Abonnement von Newsfeeds wie bei Blogs.

Was gibt nun Anlass das Thema Podcasting an dieser Stelle aufzugreifen? Podcasting boomt, das Abonnement von Podcasts hat ein Allzeithoch erreicht. Es gab einen frühen Boom und dann die stürmische Social Media Entwicklung mit verbesserten Technologien wie Live Updates im Lifestreaming, welche heute die Grundlage von Services wie Facebook oder Twitter darstellen. Einher gingen die technologischen Fortschritte bei den Geräten und so war es noch nie so einfach wie heute auf Smartphones Podcasts oder eben Vodcasts (anderer Name für Video Podcasts) zu abonnieren. Der Vorteil ist evident, denn unterwegs Musik oder Video herunter zu laden kann teuer sein und so werden bei Verfügbarkeit von WLAN Dateien herunter geladen und dann unterwegs angehört oder angesehen. Ein weiterer technologischer Treiber ist Car Media, die Kompatibilität moderner Unterhaltungselektronik im Auto via Bluetooth oder USB.

Was bedeutet dies nun für Online Video? Wie oben beschrieben haben Videoblogs eine Metamorphose durchlaufen und sind zu gigantischen Online Video Sharing Seiten mutiert, allen voran die grösste aller Video Sharing Seiten YouTube. Heute wird in Fachkreisen jedoch auch wieder von Videobloggern oder Vloggern gesprochen. Die technische Umsetzung kann einfach mit der Einrichtung eines herkömmlichen Blogs wie z.B. mit der kostenlosen WordPress Software erfolgen. Für diese gibt es auch Podcast Plugins, die automatisch Multimedia Feeds mit Audio oder Video generieren. Damit also und quasi kostenlos steht bereits das eigene Videoblog. An diesem Punkt stellt sich die Frage nach dem Sinn, steht das Videoblog für sich oder soll dieses auch möglichst viele Nutzer erreichen? Möglichkeiten zur Distribution gibt es, und zwar sogar bei einem weiteren der grössten Internet bzw. Software Services zur Musik und auch Video Distribution und zwar iTunes von Apple.

Im Audio Bereich werden derzeit viele grosse Verzeichnisse wie Radio.de oder Soundcloud um Podcasting Funktionen erweitert. Auch neue Podcasting Service starten, die Hosting oder Werbung für Podcasts anbieten. Podcasting ist hierzulande vor allem ein Audio Thema und iTunes das eigentlich wichtigste Verzeichnis für Video Podcasts. Anders ist dies in den USA, wo Podcast Services und Verzeichnisse entweder auch Video Podcasts beinhalten oder aber sogar auf Video Podcasts spezialisiert sind. Ob dieser Trend auch zu uns kommt, bleibt abzuwarten. Wer jedoch regelmässig Videos erstellt, kann diese auch ohne viel Aufwand in einem Feed zum Abonnement anbieten oder in Verzeichnisse eintragen. Feeds sind wie beschrieben eine Basis-Technologie und so ist auf dieser Grundlage auch die Übernahme von Videos in Apps keine Schwierigkeit. Apps wiederum, jeder kennt sie, sind eine Grundlage für die Einrichtung nicht nur von Channels auf Smartphones sondern auch auf Smart TV’s. Und ist die Option eines eigenen „Smart Channels“ nicht eine faszinierende Perspektive?

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Live Video Apps und Services

In Sachen Video kommt grad einiges in Fahrt. Die Internet Entwicklung ist ohnehin sprichwörtlich schnell, doch im Moment scheint sich alles noch zu beschleunigen. Die Ursache liegt wohl in der nun allgemein verfügbaren schnellen Infrastruktur und auch die verfügbaren Geräte zur Aufnahme sind mit HD Cams und Smartphones mittlerweile Standard. Und so sind den letzten Artikeln um interaktive Videos, der Couch Modus App von Digg oder der Video Collaboration App von Facebook schon wieder einige innovative Services hinzu zu fügen.

Am Rande wurde auf den Artikel Social Networks treiben Medien und Video Entwicklung hingewiesen, der auf die Live Video Twitter Apps Meerkat und Periscope eingeht. Diese sind erst wenige Wochen alt und schon gibt es Apps, die diese Services unterstützen. So gibt es für beide Live Streaming Apps Portale, die die verfügbaren Live Streams in einer Übersicht anzeigen. Kritisch angemerkt scheint die Auswahl nicht dem aktuell kommunizierten Hype um diese Apps zu entsprechen, doch ist zugleich unklar wieviele Live Streams in den Portalen angezeigt werden und zum anderen von der Live Streaming Community YouNow, die immerhin schon im öffentlichen Fernsehen thematisiert wurde, bekannt das Live Video boomt. Die Übersichten zu den aktuell stattfinden Live Streams bei genannten Apps gibt es unter Meerkat Streams und Periscope Streams.

Eine echt innovative Unterstützung für Nutzer von Meerkat leistet die App katchkats. Diese zeichnet die Meerkat Live Streams auf, postet diese auf YouTube und zugleich in den Kommentaren zum ursprünglichen Live Stream bei Twitter. Das ganze, und das kann schlichtweg faszinieren, funktioniert verblüffend einfach duch Nennung des Hashtags #katch entweder im Titel zum jeweiligen Meerkat Stream oder in den Kommentaren.

Und noch bevor die Szene Zeit beruhigt hat ist bereits die nächste Mobile Live Streaming App gestartet, Stre.am. Gegenüber Meerkat und Periscope, die gegenwärtig nur für das iPhone verfügbar sind, gibt es Stre.am auch für Smartphones mit Android System. Stre.am kommt auch gleich mit erweiterten Funktionen, dem Anfügen von Clips zum Live Stream und Chat Funktionen während der Übertragung.

Was gibt es noch an aktuellen Trends rund um Online Video? YouTube hat es schon, die Unterstützung von 360 Grad Videos, und Facebook will folgen. Was YouTube auch bereits länger hat ist einerseits die Unterstützung für Ultra HD bis 4K sowie Videos mit bis zu 60 fps, was vor allem die Gamer Community für deren Aufzeichnungen freut. Derzeit experimentiert YouTube mit der Kombination von Ultra HD und Aufnahmen mit 60 fps. Und ausserdem bewegt sich YouTube auch weiter in Richtung interaktiver Videos, vorerst in Sachen der eigenen Video Werbung für TrueView Video Ads.

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Facebook App zur gemeinsamen Video Gestaltung

Einen April Scherz der anderen Art hat Facebook mit dem Start der App Riff von sich gegeben, die just am 1. April vorgestellt wurde. Liegt der Scherz in der unermesslichen Power von Facebook den Video Markt zu revolutionieren?

Riff ist eine App zur gemeinsamen Erstellung von Videos, zur Video Collaboration wie diese bisher gemeinhin nur Profis vorbehalten war. Sicher ist es keine App um grosse Filme zu gestalten, doch eben eine App mit dem Zeug einen neuen Boom auszulösen als auch die Art und Weise wie Videos gestaltet und konsumiert werden weitgehend zu verändern.

Kurz beschrieben funktioniert die App so: Ein Nutzer erstellt ein Video, sendet das Video dann an Freunde und gibt ein Thema vor. Die Freunde erstellen ebenfalls eine Sequenz und teilen das Video dann weiter. Das Ergebnis kann eine Reihe thematisch ähnlicher Sequenzen sein oder kreativ gedacht ein Film. Ein besonderer Reiz könnte im immens schnellen internationalen Austausch bei der Erstellung liegen. Hier ein Beispiel für ein mit Riff erstelltes Video: An American in Paris Backstage.

Neben Facebook hat auch Twitter neue Video Services gestartet. Eine Vorstellung dieser Apps und eine Analyse des Geschehen gibt es in dem Artikel Social Networks treiben Medien und Video Entwicklung.

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Neue Video Sharing Tools

Zwei neue Video Sharing Tools werden in diesem Artikel vorgestellt, eins mit Embedded Video Gallery Feature und eins speziell für das Sharing auf Twitter.

Huzzaz ist das erste Tool und dieses hat vielfältige Funktionen wie z.B. auch die Einrichtung einer Video Wall über ein Embedded Gallery Feature. Bei den umfangreichen Funktionen hat auch Huzzaz selbst schon Community Eigenschaften. Die Grundlage ist die Suche und das Bookmarking von Videos in den Communities Vimeo und YouTube. Aus diesen Favoriten können Kollektionen mit Playlists generiert werden, die sich ihrerseits über die Suchfunktion der Seite erschliessen. Die Mitglieder haben Profile und wie bei Social Networks üblich bestehen Follow und Sharing Funktionen. Für das einfache hinzufügen von Videos wird ein Browser Plugin bereit gestellt: Huzzaz.

Erst wenige Wochen online ist Tagsy.io, das speziell für das Sharing auf Twitter konzipiert ist. Ganz im Sinne der kurzen Twitter Nachrichten werden mit dem Tools Snippets aus einem Video generiert. Dies erfolgt das hinzufügen einer YouTube URL und dem markieren einer Stelle in einem Video durch ein Tag. Dieses Tag kann an beliebiger Stelle im Video stehen und mit einem Kommentar versehen werden. Wird ein derartiges Tag im Video platziert, wird zugleich automatisch ein Tweet gesendet aus dem heraus die markierte Stelle anzusehen ist. Somit können mit Tagsy.io intessante Stellen in einem Video markiert und über Twitter geteilt werden. Anders gesagt generiert die Tagging Funktion Microvideos, was auf Twitter mit Vine äusserst populär ist. Beim eigenen Gebrauch schien das Tool jedoch gewöhnungsbedürftig, denn tatsächlich wird auch nur die markierte Sequenz gespielt und wer das Video in voller Länge sehen will, muss sich zu YouTube durchklicken: Tagsy.io.

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Auch Microsoft startet Microvideo App

Microvideo boomt und daran nimmt nun auch Microsoft teil. Der Software Gigant hatte vor einiger Zeit den Telefonie und Video Chat Service Skype übernommen und dieser hat nun eine neue Funktion vorgestellt, Qik.

Typischerweise haben die Microvideo Apps spezielle Features, über die sich diese unterscheiden. Von Skype Qik lässt sich aber sagen, dass dieser sich wirklich von den anderen Microvideo Apps unterscheidet. Die App ist mehr auf die Kommunikation untereinander ausgerichtet, was an dieser Stelle heissen soll das die Videos nicht wie bei den anderen Diensten öffentlich sind sondern mit Freunden und Gruppen geteilt werden. Die Kommunikation unterstützt auch eine Funktion, die es ermöglicht bis zu 12 Videos vorab aufzuzeichnen, um diese bei Bedarf zu verschicken. Auch werden die Nachrichten nach zwei Wochen automatisch gelöscht oder können vom Versender und dann auch automatisch auf den Telefonen der Empfänger gelöscht werden.

Weitere Informationen gibt der Artikel With Skype Qik, Microsoft seeks mobile messaging clout, hier die Qik Homepage von Skype.

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Neue Microvideo App

Über Microvideo wurde schon früh und oft an dieser Stelle berichtet, sozusagen immer am Trend in Sachen Online Video und Film. Mittlerweile sollten Vine von Twitter und das Video Feature von Instagram bekannt sein. Kürzlich wurde nun eine weitere Microvideo App und zwar ebenfalls von einem Schwergewicht aus dem Umfeld Mobile Apps gelauncht. Die Rede ist von LINE, einem Messaging Service aus Japan mit ebenfalls hunderten Millionen oder genauer gesagt rund 400 Millionen Nutzern. Hierzulande vielleicht weniger bekannt, aber wie die Webseite zeigt auch in deutscher Sprache verfügbar.

Der LINE Messenger verfügt u.a. über eine Video Funktion. Diese Video Funktion wurde in eine eigene App überführt, die LINE SnapMovie App. Diese ermöglicht die Erstellung von Videos mit bis zu 30 Sekunden. Aktuell gibt es die App nur in der Android Version und wie die dazugehörige Seite zeigt, wurde die App bereits einige Millionen Male installiert. Wer Spass an Microvideo hat oder beruflich involviert ist, hat mit der LINE SnapMovie App eine neue Spielwiese.

Schliesslich noch ein interessantes Detail zur LINE App. Diese hat gegenüber der sonst üblichen Finanzierung über Werbung ein alternatives Geschäftsmodell. Kreative können über den Service Sticker verkaufen, wobei 50 % an die Kreativen gehen und der andere Part als Provision an LINE: LINE Creators Market. Das wirft die interessante Frage auf, ob eine derartig alternative Finanzierung bzw. Einnahmen auch für die Video App und Videomacher möglich ist.

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